Kurzer Auszug aus DER Lebensthematik

2er Typus

 

Der Zweifler | Hochwürden

Das Dilemma des 2ers ist der Widerspruch zwischen Theorie und Praxis. Sein Geist und seine Vorstellungen entsprechen nicht immer seiner Lebenspraxis. Stets bestimmen äussere Umstände sein Leben. Der 2er ist die erste Zahl, die aus der universellen Einheit "gefallen" ist. Die 2 hat nur die Erinnerung, im Ganzen zu sein. Sie fällt also als erste Zahl in den menschlichen Inkarnationszyklus und erlebt, dass die äussere, materielle Welt keine Einheit mehr ist. Dem 2er fällt also immer das auf, was fehlt oder nicht stimmt. Er ist der geborene Analytiker. Er kann sogar zeitweise zu einer negativen Einstellung tendieren. Der 2er hatte also noch keine Gruppe, in die er sich integrieren konnte. Der 2er fühlt sich deshalb oft "draussen", nicht zugehörig. 

In der Vergangenheit wurde der 2er abgelehnt; das ist heute der Hauptschmerz. Er wurde geistig als unzulänglich erachtet. Der körperliche Überlebenskampf ging zulasten der geistigen Ruhe und Besinnung. Heute will er von seiner Umwelt geistig erkannt werden. Die inneren Zweifel und Unsicherheiten müssen aber zuerst überwunden werden. Der 2er Typus bringt die Erfahrung aus der Vergangenheit mit, dass kein wirkliches Gespräch mit dem Gegenüber möglich war. Die Einsamkeit in der Beziehung war die Vergangenheit. Heute sind 2er zu Beginn eher zurückhaltend und abwartend; sie benötigen Zeit, um sich zu öffnen. Sie vermeiden die Offenlegung ihres Privatlebens in der Gruppe.

Fühle dich nicht weiter getrennt und von allem abgespalten. Fühle dich dazugehörig. Befreie dich von deinen Selbstzweifeln.

Der 2er hat meist eine religiöse Vergangenheit. Durch die vorgegebenen Dogmen vernachlässigte er mit der Zeit sein eigenes Denken, er funktionierte in einem System. Er hat die Menschen gebraucht und nicht geliebt. Mit der weltlichen "banalen" Welt wollte der 2er damals nichts zu tun haben. Die Gefühle wurden unterdrückt. Die Spannung zwischen Lust und Qual ist heute noch vorhanden. Der 2er muss lernen, auf die Menschen zuzugehen und sie alle zu lieben. Der 2er muss sich wieder ganz ver-EINEN. Diese Vereinigung liegt im gegenseitigen Wahrnehmen und Achten in einer liebevollen Partnerschaft, die auf Offenheit und Ehrlichkeit basiert und in der ein Dialog stattfindet.

Oft sind die Eltern eines 2er Kindes geistig nicht auf der gleichen Entwicklungsstufe, sie können sich seelisch und geistig nicht erfassen, die gegenseitige Kommunikation kann nicht wirklich stattfinden. Meist bestimmt der Vater als Oberhaupt und die Mutter fügt sich. Der Vater fühlt sich geistig überlegen, er fühlt sich von seiner Frau nie richtig verstanden. Zwischen den Eltern eines 2er Kindes findet also kein geistiger Austausch statt, es werden Monologe statt Dialoge geführt. So ist die Partnerschaft der Eltern eines 2er Kindes eher eintönig, mehr zweckgebunden, der Liebe wird wenig Raum gewährt. Mit der Zeit vereinsamen die Eltern in ihrer Partnerschaft, sie haben sich kaum noch etwas zu sagen (die Enkelkinder oder der Hund füllen die Lücke des für den gegenseitigen Austausch). Der Vater sucht seine Erfüllung im Beruf. Die Mutter fühlt sich als Frau nicht wahrgenommen. 

Jede Form von geistiger Isolation führt irgendwann zur Depression.

Das 2er Kind wächst in der Atmosphäre von einer geistigen Leere auf. So empfindet das 2er Kind die geistige Leere später im Leben als selbstverständlich, man kommuniziert nicht, man funktioniert. Da die Mutter eines 2er Sohnes keinen wirklichen Austausch mit dem Vater haben kann, wählt die Mutter oft den 2er Sohn als "Ersatzpartner". Sie fördert, kontrolliert und bemuttert den 2er Sohn. In dieser Aufgabe hofft sie, mit ihrem Weiblichen endlich wahrgenommen zu werden. Der Vater des 2er Sohnes spürt diese Dynamik und rivalisiert sich mit dem 2er Sohn, die Macht wird erprobt (wie stark sich das auswirkt, zeigen die individuellen Zahlen des 2er Sohnes auf dem 10. Platz im Pentagram-Chart). Doch eigentlich will der Sohn nur die Anerkennung seines Vaters erlangen, er ringt um seine Akzeptanz. Er kultiviert so seinen Ehrgeiz, als Mann wirklich wahrgenommen zu werden.

Die 2er Frau erlebt seit früher Kindheit, dass die grosse Liebe nicht möglich ist, die Leichtigkeit in der Partnerschaft fehlt. Die 2er Frau fühlt sich oft nur "halb-wert". Der lange Leidensdruck mit der inneren Ver-ZWEI-flung greift irgendwann den Körper an. 2er Frauen müssen lernen, ihren Fähigkeiten selbst zu vertrauen und diese SICHTBAR umzusetzen. Sobald die 2er Frau jedoch in einer Partnerschaft lebt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie ihr eigenes Leben wieder den Vorstellungen und Erwartungen ihres Partners unterordnet und ihre eigenen Bedürfnisse dabei vernachlässigt. Sie ist dann wieder die "halbe Portion". Wer nicht GANZ ist, kann auch nicht SELBST leben.

Der 2er Mann ist oft ein Patriarch, er will führen und die Macht haben. Der 2er hat oft eine Frau im Rücken, die für ihn alles macht, damit er draussen "brillieren" kann. Er hat Charisma (Hochwürden), er duldet keinen Profilierungskampf in der Partnerschaft, er ist der Chef und will in Ruhe gelassen werden. Er gibt Anweisungen, schätzt es nicht, wenn er in Frage gestellt wird oder noch weniger, wenn man ihn gar anzweifelt oder ihm kritische Fragen stellt. Der 2er Mann entscheidet im Allein-Gang, er spricht sich nicht mit der Partnerin ab, er führt keinen Dialog. Der 2er Mann legt sich beruflich eine Position zu, in der er nicht mehr angezweifelt werden kann. Diese scheinbare Überlegenheit schreckt sein Umfeld jedoch oft ab, so dass er arrogant und von oben herab wirkt. Wie stark sich das ausdrückt, hängt von der entsprechenden Entwicklungsstufe eines jeden Menschen ab.

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.