Kurzer Auszug der Lebensthematik

4er Typus

 

Der Feldwaibel | Systematiker | Kontrolle, Pflicht, Zwang

Der 4er Typus ist mit seinen Gedanken kaum jemals im Jetzt; er schaut entweder in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Er ist zäh, standhaft, er weicht nicht von der Stelle (seine Körperhaltung spricht manchmal mehr als seine Worte). Er reagiert reflexartig auf einen Angriff, da ihm die innere Ruhe fehlt. Für den 4er ist es wichtig, in klaren Verhältnissen zu sein. Eine Grauzone ist für ihn schwer auszuhalten. Über den Zwang der Kontrolle kommt auch die Haltung, alle und alles zu bewerten.

Der 4er war in seiner Vergangenheit in einer sicheren, kontrollierenden Position. Er hat Befehle erteilt und das "Feld" oder den Raum verteidigt. So verwehrte er auch Menschen den Zugang zu seinen Raum, hat sie sozusagen weggewiesen. Er selbst weicht nicht von seinem Terrain (innerer Zwang und Starre) und ist stets zur Verteidigung bereit. Motto: Freund oder Feind. Er hat das Notwendige, Nützliche getan, ohne die Liebe und Fürsorge miteinzubeziehen. Seine Definition von Liebe ist die des Gebrauchtwerdens und des Pflichtbewusstseins. Im heutigen Leben tendiert der 4er dazu, nur diejenigen Dinge zu machen, in denen er einen klaren Nutzen sieht - es lebe die Bürokratie und das System, die Ordnung "so muss es sein und so wird es gemacht - keine Wiederrede!" Die grösste Angst des 4ers ist, dass seine innere Unsicherheit entlarvt wird. So tut er alles, dass sich die äusseren scheinbar sicheren Umstände festigen. Der 4er sorgt für den Erhalt des materiellen Lebensraums, er fühlt sich verpflichtet, das Materielle zusammenzuhalten und für sein Umfeld auf alle Zeiten zu sichern. Doch das Bestreben auf Sicherheit und Ordnung erlaubt kaum die Individualität. Es fehlt ihm oft die Musse zum Sein im Jetzt. Vergebung und der sanfte Ausdruck muss der 4er lernen zu kultivieren. 

Das übersteigerte Pflichtbewusstsein wird den 4er Typus irgendwann in die Ruhe und Besinnung zwingen. Heute können 4er oft Probleme mit den Gelenken (auch Hüftgelenk) haben. In der Hüfte sind die unterdrückten Gefühle verborgen. Die innere Besinnung führt zur äusseren Befreiung.

Der 4er muss lernen, in Liebe zu geben und in Liebe zu wirken, ohne einen Nutzen daraus zu erwarten. Er sollte seinem eigenen inneren Wert gerecht werden.

Ein 4er Kind in der Familie bedeutet, dass früher oder später immer jemand abhängig wird vom System, das kann auch Krankheit sein. Die Eltern des 4er Kindes haben oft kein Vertrauen in ihr Kind. Sie streben nach materieller Sicherheit. Die Eltern auferlegen dem 4er Kind den Zwang, ihren materiellen Besitz bis in alle Ewigkeit zu erhalten und weiterzuführen. Die Mutter hat keine Zeit für Gefühle. Der Alltag ist ausgefüllt mit materiellen Pflichten. Die Eltern geben grossen Wert auf die Meinung von "wichtigen" Menschen (Status), sie nehmen die Gefühle des Kindes nicht wahr. Die Eltern gönnen sich keine Ruhe, sind fleissig und vorbildlich, können sich keine Schwäche eingestehen - so ist der Alltag stets ein Kampf, um den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Das 4er Kind übernimmt automatisch diese Einstellung.

Die 4er Frau hat die Tendenz, in der Partnerschaft die Führung zu übernehmen, sie fühlt sich aber oft alleine. Sie kann Schwäche schwer akzeptieren.  Die 4er Frau wird sich einen Mann aussuchen, der einem gesellschaftlichen adäquaten Bild entspricht und "leistungsfähig" - auch materiell - ist, sie will gesellschaftlich zur Geltung kommen. Doch dies führt dazu, dass ihr Partner eine geringere Transparenz zeigt, da er ihre Reaktion scheut. Die 4er Frau auferlegt ihrem Partner einen grossen Leistungsdruck. 

Der 4er Mann hat immer das Gefühl, er dürfe seine Partnerin auf keinen Fall leistungsmässig enttäuschen. Er will bei der Frau die Hauptperson sein. Er tendiert Frauen zu wählen, die bereits einen gesellschaftlichen Status mitbringen. Der 4er Mann will immer im Gespräch sein. Der 4er Sohn steht oft im Zwiespalt zwischen seinem Pflichtbewusstsein und seiner persönlichen Weiterentwicklung.

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.