Kurzer Auszug der Lebensthematik

6er Typus

 

Der Workoholic | Beziehungslose | im Dienste sein

Die Daseinsberechtigung des 6er Typus - so wie er es selbst definiert - ist die Leistung, Arbeit, den Nutzen bringen. Der 6er muss sich immer nützlich machen, es ist um ihn herum auch immer Arbeit zu finden. Er hat sich in einer früheren Inkarnation den Mund verbrannt, indem er die Liebe und die Menschen weg-gewünscht hat. Nun steht er selbst alleine da. Der 6er ist deshalb innerlich beziehungslos, da er sich über das Gebrauchtwerden anstatt über die Liebe definiert. Der 6er spürt seine Mitmenschen kaum, da er keinen Beziehungspunkt hat - er trägt alle Verspannungen zum Gegenüber in sich. Oft strahlt der 6er eine Mühsamkeit aus, es herrscht um ihn herum auch Unruhe, Übereifer und wenig Genussreiches. Sein Motto: Zuerst die Arbeit, die Arbeit, die Arbeit und dann irgendwann das Vergnügen, das er sich kaum gönnt. Das Beziehungsleben eines 6ers ist kein einfaches, er endet immer wieder allein, oder mit einem anderen 6er Typus zusammen. Der 6er muss lernen, das was er macht, liebevoll zu machen und nicht als notwendiges Übel zu sehen. 

Er ist ein guter Lehrmeister, der gnadenlos mit dem Rotstift seine Kritik beim Gegenüber ausübt. Alles muss sich lohnen und einen Ertrag bringen. Er fühlt sich dauernd zu Höchstleistungen herausgefordert, die Kapitulation wird nicht akzeptiert. In einem früheren Leben musste der 6er "überleben", er konnte sich intellektuell nicht weiterbilden. Das Geistige wurde vernachlässigt. Heute hat der 6er die Tendenz zu einem eher "schwerfälligen" Denken. Die Leichtigkeit im Leben fehlt.

Da der Platz des 6ers in der Mitte des Pentagrams ist, hat er jedoch die Begabung eines Mediators, aus der Mitte heraus zu schlichten. Ein 6er schaut gut zu seinen "Schäfchen", er will immer helfen und hat wenig Vertrauen in das Schicksal des anderen Menschen. Ich "muss" anstatt ich "kann" ist sein Motto. Wahrer Luxus ist, die Wahl zu haben - man kann, aber muss nicht.

Betrachte dich selbst im Spiegel - fühle dich in andere ein und denke darüber nach, was eine Beziehung bedeutet. Leiste Karikatives ohne eine Erwartungshaltung. Alles lohnt sich im Leben.

Das 6er Kind bedeutet für die Eltern, dass die Existenzabsicherung, Beruf und Geld grosse Thematiken sind. Das unruhige 6er Kind fordert Aktivität der Eltern. Es wird unentwegt gearbeitet, man hat oder kann nie genug Geld haben. Die Mutter ist mit dem 6er Kind überwältigt - das 6er Kind fordert die Eltern auf jeder Ebene heraus, es bringt Unruhe in die Familie. 

Die 6er Frau hat immer das Gefühl, sie müsse alles alleine machen. Schon als Kind erfährt sie durch die Mutter, dass die Frauen den Haushalt machen müssen und die Gleichberechtigung ein Wunschdenken bleibt. Die 6er Frau treibt ihren Mann zur erhöhten Leistung an, ob er jetzt schon nach einer Lohnerhöhung beim Chef gefragt hätte. Über dieses Leistungsdenken vernachlässigt die 6er Frau ihre eigene Intuition und unterdrückt ihre Weiblichkeit. Eine 6er Frau muss lernen, ihren Partner zu spüren - sie hat durch ihre Mutter die Erfahrung gemacht, dass das Gefühl nichts zählt und es reicht, den Mann mit körperlichen Reizen zu bedienen. Das Feingefühl für die Kommunikation in der Beziehung soll entdeckt und kultiviert werden.

Der 6er Mann sucht eigentlich die Unterstützung seines männlichen Teils durch die bewusste Begleitung der Frau. Der 6er Mann hat als Kind erfahren, dass er von der Mutter im Stich gelassen wurde, so projeziert er diese nicht-erfüllte Dynamik auf seine Partnerin. Er steht ständig unter Druck. Der 6er Mann geht Streitigkeiten aus dem Weg, da er vermeiden will, sich rechtfertigen zu müssen. Er ist sich aus der Vergangenheit gewohnt, dass er mit seinen Argumenten (seinem Geistigen) weder gehört noch verstanden wurde. In einer Beziehung mit einem anderen 6er Typus wird der 6er Mann höchstwahrscheinlich eher verstummen; sie übernimmt dann die Führung in der Partnerschaft.

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.