Persönlichkeits-Assessments | Michelle Haymoz

Persönlichkeitsanalyse über die Geburtszahlen

Kurzer Überblick von Typus 2 bis 10

 

Der Zahlentypus widerspiegelt Tendenzen der Lebensgeschichte eines Menschen. Hier gehe ich auszugsweise auf die verschiedenen Typus ein. 

Für die vollständige Analyse einer Persönlichkeit mit Lebensaufgabe und Themen sind jedoch die individuellen Geburtszahlen im Pentagram-Chart wesentlich, wie die Zahlen zueinander stehen, Doppelzahlen, dynamische oder statische Zahlen, dynamisch-statisch zusammen, doppeltdynamisch-statisch, stehen die Zahlen im Pentagram-Chart in einer Verspannung zueinander oder auf der gleichen Ebene usw. Diese Zahlenanalyse ist eine komplexe Wissenschaft.

Der Typus selbst gibt lediglich eine Richtung an. Für die Analyse ist auch entscheidend, auf welcher Entwicklungsstufe sich der jeweilige Mensch befindet. Ist er eher "unerwacht" oder "unbewusst", so ist er noch stark im Muster gefangen und wird eher "typisch" auf die Einflüsse in seinem Leben reagieren. Je bewusster der Mensch geworden ist, desto weniger lebt er die typischen Muster seines Typus.

Aufgrund der hohen Komplexität der Aussagen im Pentagram-Chart gehe ich hier auf dieser Webseite nur auszugsweise auf die verschiedenen Typus ein. 

In einer persönlichen Beratung bespreche ich den individuellen Pentagram-Chart ausführlich mit Ihnen.

 
 
 
 

Kurzer Auszug aus DER Lebensthematik

2er Typus

 

Der Zweifler | Hochwürden

Das Dilemma des 2ers ist der Widerspruch zwischen Theorie und Praxis. Sein Geist und seine Vorstellungen entsprechen nicht immer seiner Lebenspraxis. Stets bestimmen äussere Umstände sein Leben. Der 2er ist die erste Zahl, die aus der universellen Einheit "gefallen" ist. Die 2 hat nur die Erinnerung, im Ganzen zu sein. Sie fällt also als erste Zahl in den menschlichen Inkarnationszyklus und erlebt, dass die äussere, materielle Welt keine Einheit mehr ist. Dem 2er fällt also immer das auf, was fehlt oder nicht stimmt. Er ist der geborene Analytiker. Er kann sogar zeitweise zu einer negativen Einstellung tendieren. Der 2er hatte also noch keine Gruppe, in die er sich integrieren konnte. Der 2er fühlt sich deshalb oft "draussen", nicht zugehörig. 

In der Vergangenheit wurde der 2er abgelehnt; das ist heute der Hauptschmerz. Er wurde geistig als unzulänglich erachtet. Der körperliche Überlebenskampf ging zulasten der geistigen Ruhe und Besinnung. Heute will er von seiner Umwelt geistig erkannt werden. Die inneren Zweifel und Unsicherheiten müssen aber zuerst überwunden werden. Der 2er Typus bringt die Erfahrung aus der Vergangenheit mit, dass kein wirkliches Gespräch mit dem Gegenüber möglich war. Die Einsamkeit in der Beziehung war die Vergangenheit. Heute sind 2er zu Beginn eher zurückhaltend und abwartend; sie benötigen Zeit, um sich zu öffnen. Sie vermeiden die Offenlegung ihres Privatlebens in der Gruppe.

Fühle dich nicht weiter getrennt und von allem abgespalten. Fühle dich dazugehörig. Befreie dich von deinen Selbstzweifeln.

Der 2er hat meist eine religiöse Vergangenheit. Durch die vorgegebenen Dogmen vernachlässigte er mit der Zeit sein eigenes Denken, er funktionierte in einem System. Er hat die Menschen gebraucht und nicht geliebt. Mit der weltlichen "banalen" Welt wollte der 2er damals nichts zu tun haben. Die Gefühle wurden unterdrückt. Die Spannung zwischen Lust und Qual ist heute noch vorhanden. Der 2er muss lernen, auf die Menschen zuzugehen und sie alle zu lieben. Der 2er muss sich wieder ganz ver-EINEN. Diese Vereinigung liegt im gegenseitigen Wahrnehmen und Achten in einer liebevollen Partnerschaft, die auf Offenheit und Ehrlichkeit basiert und in der ein Dialog stattfindet.

Oft sind die Eltern eines 2er Kindes geistig nicht auf der gleichen Entwicklungsstufe, sie können sich seelisch und geistig nicht erfassen, die gegenseitige Kommunikation kann nicht wirklich stattfinden. Meist bestimmt der Vater als Oberhaupt und die Mutter fügt sich. Der Vater fühlt sich geistig überlegen, er fühlt sich von seiner Frau nie richtig verstanden. Zwischen den Eltern eines 2er Kindes findet also kein geistiger Austausch statt, es werden Monologe statt Dialoge geführt. So ist die Partnerschaft der Eltern eines 2er Kindes eher eintönig, mehr zweckgebunden, der Liebe wird wenig Raum gewährt. Mit der Zeit vereinsamen die Eltern in ihrer Partnerschaft, sie haben sich kaum noch etwas zu sagen (die Enkelkinder oder der Hund füllen die Lücke des für den gegenseitigen Austausch). Der Vater sucht seine Erfüllung im Beruf. Die Mutter fühlt sich als Frau nicht wahrgenommen. 

Jede Form von geistiger Isolation führt irgendwann zur Depression.

Das 2er Kind wächst in der Atmosphäre von einer geistigen Leere auf. So empfindet das 2er Kind die geistige Leere später im Leben als selbstverständlich, man kommuniziert nicht, man funktioniert. Da die Mutter eines 2er Sohnes keinen wirklichen Austausch mit dem Vater haben kann, wählt die Mutter oft den 2er Sohn als "Ersatzpartner". Sie fördert, kontrolliert und bemuttert den 2er Sohn. In dieser Aufgabe hofft sie, mit ihrem Weiblichen endlich wahrgenommen zu werden. Der Vater des 2er Sohnes spürt diese Dynamik und rivalisiert sich mit dem 2er Sohn, die Macht wird erprobt (wie stark sich das auswirkt, zeigen die individuellen Zahlen des 2er Sohnes auf dem 10. Platz im Pentagram-Chart). Doch eigentlich will der Sohn nur die Anerkennung seines Vaters erlangen, er ringt um seine Akzeptanz. Er kultiviert so seinen Ehrgeiz, als Mann wirklich wahrgenommen zu werden.

Die 2er Frau erlebt seit früher Kindheit, dass die grosse Liebe nicht möglich ist, die Leichtigkeit in der Partnerschaft fehlt. Die 2er Frau fühlt sich oft nur "halb-wert". Der lange Leidensdruck mit der inneren Ver-ZWEI-flung greift irgendwann den Körper an. 2er Frauen müssen lernen, ihren Fähigkeiten selbst zu vertrauen und diese SICHTBAR umzusetzen. Sobald die 2er Frau jedoch in einer Partnerschaft lebt, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass sie ihr eigenes Leben wieder den Vorstellungen und Erwartungen ihres Partners unterordnet und ihre eigenen Bedürfnisse dabei vernachlässigt. Sie ist dann wieder die "halbe Portion". Wer nicht GANZ ist, kann auch nicht SELBST leben.

Der 2er Mann ist oft ein Patriarch, er will führen und die Macht haben. Der 2er hat oft eine Frau im Rücken, die für ihn alles macht, damit er draussen "brillieren" kann. Er hat Charisma (Hochwürden), er duldet keinen Profilierungskampf in der Partnerschaft, er ist der Chef und will in Ruhe gelassen werden. Er gibt Anweisungen, schätzt es nicht, wenn er in Frage gestellt wird oder noch weniger, wenn man ihn gar anzweifelt oder ihm kritische Fragen stellt. Der 2er Mann entscheidet im Allein-Gang, er spricht sich nicht mit der Partnerin ab, er führt keinen Dialog. Der 2er Mann legt sich beruflich eine Position zu, in der er nicht mehr angezweifelt werden kann. Diese scheinbare Überlegenheit schreckt sein Umfeld jedoch oft ab, so dass er arrogant und von oben herab wirkt. Wie stark sich das ausdrückt, hängt von der entsprechenden Entwicklungsstufe eines jeden Menschen ab.

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.

 

 

 
 
 
 

Kurzer Auszug der Lebensthematik

3er Typus

 

Der Kommunikator | Entdecker

Der 3er ist der geborene Kommunikator. Er ist spontan und interessiert sich für Vieles. Er sucht den individuellen Ausdruck und Dynamik und identifiziert sich nicht mit dem Massendenken - ein Pionier des Wissens, der sich vor Neuem nicht fürchtet und sich stets selbst an die Quelle des Wissens begibt. Er ist gerne unterwegs auf der Suche nach neuer geistiger Stimulation, seine geistige Vielfalt ist grenzenlos. Die 3 macht die Dinge "ganz" - aller guten Dinge sind 3 - der Ausdruck wird zur Form. Der 3er will seine Antwort selbst geben und will gehört werden; er will sichergehen, dass seine Botschaft angekommen ist. Erfährt er wenig Aufmerksamkeit von seinem Gegenüber, verliert er das Interesse und geht. Der 3er ist gerne unterwegs und bindet sich emotional ungerne. Er trennt sich ansonsten von Einengungen, da sein Bedürfnis des "freien Bewegens" für ihn essentiell ist.

Durch seine Vielseitigkeit kann der 3er sich aber auch an der Oberfläche bewegen, er lässt sich nicht in die Karten schauen. Er macht so auch die Erfahrung, dass sein Umfeld zu ihm nicht immer offen und ehrlich ist.

Der 3er neigt dazu, sich zurückzuziehen und denkt von den Menschen oft "Nur wenn sie etwas wollen, klopfen sie bei mir an." Der 3er kann sich deshalb verschliessen, wenn es ihm nicht gut geht. Der 3er Typus hat sich einmal von den Menschen abgewendet und sich eingeschlossen, sozusagen als Raum-Demonstration. Sein Motto: "Aus den Augen, aus dem Sinn". Es ist deshalb wichtig, dass der 3er Typus die Menschen nicht "abwimmelt", dass der 3er Typus im Raum bleibt, auch wenn es Probleme gibt.

Zeige Dein Ganzes - das Innen und Aussen. Sage das, was deiner inneren Wahrheit entspricht und rede die Dinge nicht mehr schön, weil du die Reaktion fürchtest. So wirst du nie mehr das Gesicht verlieren.

Ein 3er Kind kommt in die Familie, um etwas "ganz" zu machen. Die Mädchen sind die "Lücken-Füller", die Buben die "Lücken-Büsser". Das 3er Kind nimmt von seiner Mutter wahr, dass sie nie richtig Zeit für das Kind hat. Die Mutter eines 3er Kindes hatte oft materielle Zwänge, so setzt sie ihren 3er Sohn unter Druck. Die Eltern eines 3er Kindes sind bestrebt, in der Gesellschaft "an-gesehen" zu werden und zum "Ausdruck" zu kommen.

Die 3er Frau als Kind pflegt den Kontakt zum Vater. Das 3er Mädchen weiss, dass es beim Vater weiter kommt, aber nicht bei der Mutter, da die Mutter voll und ganz hinter dem Vater steht und ihm zudient. Es können sich auch Positionskämpfe zwischen Mutter und 3er Tochter ergeben. In der Regel ist das 3er Mädchen das Lieblingskind des Vaters. Die 3er Frau setzt ihre weiblichen Reize gezielt und wirkungsvoll ein. Sie hat die natürliche Gabe, Männerträume zu erwecken. Da das 3er Mädchen in der Jugend vom Vater unterstützt wurde, fühlt sich die 3er Frau in ihrer Weiblichkeit bestärkt und erkannt; Emanzipation ist für sie kein Thema.

Der 3er Mann sucht ewig nach der Akzeptanz des Vaters; er hat das Gefühl, vom Vater nicht angenommen zu sein; er konnte es dem Vater nie recht machen. Der 3er Mann fühlt sich deshalb als "Mann" oft im Zweifel, so hat er Minderwertigkeitsgefühle entwickelt. Seine Mutter hat sich stillschweigend mit dem Vater verbunden. So hat der 3er mit der Zeit eine eher negative Einstellung zur Frau entwickelt, weil er von der Mutter auch nicht unterstützt wurde. Heute stehen die 3er Männer den "erfolgreichen Frauen im Beruf" oft mit gemischten Gefühlen gegenüber, je nach vergangener Erfahrung, kann er Wut und Aggression gegenüber Frauen zeigen. Dort, wo die dynamische 2 ist im Pentagram-Chart liegt der grösste Schmerz, beim 3er auf dem 10. Platz, Vater, Erfolg, Macht, Ohnmacht. Der 3er Mann hat die Tendenz, seine Frau in der Öffentlichkeit blosszustellen; so rächt er sich für das Fehlverhalten seiner Mutter und allem Weiblichen. Der 3er Mann muss lernen, durchzuhalten. Er steht und fällt mit der Partnerschaft, in der er lebt.

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.

 
 
 

Kurzer Auszug der Lebensthematik

4er Typus

 

Der Feldwaibel | Systematiker | Kontrolle, Pflicht, Zwang

Der 4er Typus ist mit seinen Gedanken kaum jemals im Jetzt; er schaut entweder in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Er ist zäh, standhaft, er weicht nicht von der Stelle (seine Körperhaltung spricht manchmal mehr als seine Worte). Er reagiert reflexartig auf einen Angriff, da ihm die innere Ruhe fehlt. Für den 4er ist es wichtig, in klaren Verhältnissen zu sein. Eine Grauzone ist für ihn schwer auszuhalten. Über den Zwang der Kontrolle kommt auch die Haltung, alle und alles zu bewerten.

Der 4er war in seiner Vergangenheit in einer sicheren, kontrollierenden Position. Er hat Befehle erteilt und das "Feld" oder den Raum verteidigt. So verwehrte er auch Menschen den Zugang zu seinen Raum, hat sie sozusagen weggewiesen. Er selbst weicht nicht von seinem Terrain (innerer Zwang und Starre) und ist stets zur Verteidigung bereit. Motto: Freund oder Feind. Er hat das Notwendige, Nützliche getan, ohne die Liebe und Fürsorge miteinzubeziehen. Seine Definition von Liebe ist die des Gebrauchtwerdens und des Pflichtbewusstseins. Im heutigen Leben tendiert der 4er dazu, nur diejenigen Dinge zu machen, in denen er einen klaren Nutzen sieht - es lebe die Bürokratie und das System, die Ordnung "so muss es sein und so wird es gemacht - keine Wiederrede!" Die grösste Angst des 4ers ist, dass seine innere Unsicherheit entlarvt wird. So tut er alles, dass sich die äusseren scheinbar sicheren Umstände festigen. Der 4er sorgt für den Erhalt des materiellen Lebensraums, er fühlt sich verpflichtet, das Materielle zusammenzuhalten und für sein Umfeld auf alle Zeiten zu sichern. Doch das Bestreben auf Sicherheit und Ordnung erlaubt kaum die Individualität. Es fehlt ihm oft die Musse zum Sein im Jetzt. Vergebung und der sanfte Ausdruck muss der 4er lernen zu kultivieren. 

Das übersteigerte Pflichtbewusstsein wird den 4er Typus irgendwann in die Ruhe und Besinnung zwingen. Heute können 4er oft Probleme mit den Gelenken (auch Hüftgelenk) haben. In der Hüfte sind die unterdrückten Gefühle verborgen. Die innere Besinnung führt zur äusseren Befreiung.

Der 4er muss lernen, in Liebe zu geben und in Liebe zu wirken, ohne einen Nutzen daraus zu erwarten. Er sollte seinem eigenen inneren Wert gerecht werden.

Ein 4er Kind in der Familie bedeutet, dass früher oder später immer jemand abhängig wird vom System, das kann auch Krankheit sein. Die Eltern des 4er Kindes haben oft kein Vertrauen in ihr Kind. Sie streben nach materieller Sicherheit. Die Eltern auferlegen dem 4er Kind den Zwang, ihren materiellen Besitz bis in alle Ewigkeit zu erhalten und weiterzuführen. Die Mutter hat keine Zeit für Gefühle. Der Alltag ist ausgefüllt mit materiellen Pflichten. Die Eltern geben grossen Wert auf die Meinung von "wichtigen" Menschen (Status), sie nehmen die Gefühle des Kindes nicht wahr. Die Eltern gönnen sich keine Ruhe, sind fleissig und vorbildlich, können sich keine Schwäche eingestehen - so ist der Alltag stets ein Kampf, um den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen. Das 4er Kind übernimmt automatisch diese Einstellung.

Die 4er Frau hat die Tendenz, in der Partnerschaft die Führung zu übernehmen, sie fühlt sich aber oft alleine. Sie kann Schwäche schwer akzeptieren.  Die 4er Frau wird sich einen Mann aussuchen, der einem gesellschaftlichen adäquaten Bild entspricht und "leistungsfähig" - auch materiell - ist, sie will gesellschaftlich zur Geltung kommen. Doch dies führt dazu, dass ihr Partner eine geringere Transparenz zeigt, da er ihre Reaktion scheut. Die 4er Frau auferlegt ihrem Partner einen grossen Leistungsdruck. 

Der 4er Mann hat immer das Gefühl, er dürfe seine Partnerin auf keinen Fall leistungsmässig enttäuschen. Er will bei der Frau die Hauptperson sein. Er tendiert Frauen zu wählen, die bereits einen gesellschaftlichen Status mitbringen. Der 4er Mann will immer im Gespräch sein. Der 4er Sohn steht oft im Zwiespalt zwischen seinem Pflichtbewusstsein und seiner persönlichen Weiterentwicklung.

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.

 
 
 

Kurzer Auszug aus der Lebensthematik

5er Typus

 

Der Boss | Wohltäter

Der 5er will im klassischen Sinne der Chef sein, der gut kalkulieren kann, immer den besten Deal ausarbeiten, den Nutzen / die Rentabilität einer Sache glorios ausschöpfen kann. Wird der 5er mit einem heiklen Thema konfrontiert, reagiert er sofort und geht auf Abwehr. Der 5er brilliert im Aussen - im Inneren spürt er eine Leere. Er ist sich in der Regel einen hohen Lebensstandard gewohnt. Ist es nicht schön, kann er es nicht geniessen. Emotional können die 5er starke Schwankungen aufzeigen. Der 5er braucht die Gesellschaft, in der er sich in Szene setzen kann. Allein zu Haus sieht das Lebensbild oft ganz anders aus.

Der 5er hat ein erhöhtes Bedürfnis nach Bestätigung in der Partnerschaft und generell. Er spürt die Liebe in seinem Innern nicht wirklich, er zweifelt an ihr. So zeigt er seine Liebe über Geschenke und hat damit ein "Zweck-Denken" kultiviert. Vor lauter Denken ans Geld, wird er aber irgendwann krank. Das Reflektieren seines Gegenübers ist nicht seine Stärke, er nimmt sich oft selbst wichtig und ver-EIN-samt in seinen Gedanken. Mit materiellem Besitztum bindet er seinen Partner an sich; so will der 5er nicht, dass sein Partner eigenen Besitz erschafft und ihn dann verlässt, weil er nicht mehr gebraucht wird. Der 5er "verschuldet" sein Gegenüber, damit er bestimmen kann. Hat der 5er sich sein Gegenüber gesichert, kann er zum Geizhals werden und manipuliert. Der Liebe traut er nicht wirklich, und er lebt ständig in der Angst, verlassen zu werden. Er verlangt Treue und Loyalität und verspricht Fürsorge.

Der 5er hat in seiner Vergangenheit den Ruin erlebt und wurde entmachtet. Das Thema Ohnmacht zeigt sich immer wieder im Leben eines 5ers. Der "unbewusste" 5er kann über seine Verhältnisse leben - wenn er nicht bewusst lebt, wird ihn die Praxis dazu zwingen. Die wahre Macht kann der 5er nur finden, wenn er sich vom "kollektiven" Gesellschaftsdenken, vom Wohlwollen der Gruppe befreit und seine eigenen Massstäbe definiert, ohne die Gesellschaft beeindrucken zu wollen.

Mache das, was dich innerlich berührt, ohne andere damit beeindrucken zu wollen. Schaue die Beziehung zu dir selbst an - gehe in dich und entdecke und kultiviere die bedingungslose Liebe, die du mit Deinem Gegenüber teilen kannst.

Kommt ein 5er Kind in die Familie, bedeutet dies, dass die Eltern gesellschaftlich weiterkommen wollen. So wird das 5er Kind als Vorzeigekind anerzogen, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Eltern zu stärken. Das 5er Kind leidet unter dem grossen Druck, es allen recht machen zu müssen und ist der Spielball im emotionalen Machtspiel der Eltern. Das 5er Kind beginnt so sein eigenes Machtspiel zu kultivieren.

Die Mutter eines 5er Kindes war nützlich, sie konnte ihrem Kind wenig Einfühlungsvermögen und Liebe vermitteln. Der 5er hat seine Mutter einmal mental "weg-gewünscht", hat sie aus seinem Schmerzempfinden heraus abgelehnt. Die Mutter eines 5ers hat Mühe mit Gefühlen und dem Spüren. So erfährt der 5er Typus später im Leben oft grosse Herausforderungen in der zwischenmenschlichen, emotional-intimen Beziehung zum Partner. 5er Kinder benötigen viel Streicheleinheiten und körperliche Nähe.

Die 5er Frau soll gesellschaftlich verwirklichen, was ihre Mutter nicht geschafft hat. Sie steht dauernd in einem Konkurrenzkampf zu ihr. Der Vater hat der 5er Tochter immer versprochen, für sie da zu sein, was er dann doch nicht einhalten konnte; die Aussenwelt war wichtiger. So hat heute die 5er Frau das Gefühl, nie die die erste Wahl bei ihrem Mann zu sein. Die 5er Frau hat über die konkurrenzierende Verbindung zur Mutter das Muster entwickelt, gegenüber anderen Frauen ihre eigenen Stärken besonders darzustellen, sie spricht ungefiltert über ihre eigenen Höchstleistungen. Sie will die Gunst des Mannes endlich erhalten, die sie von ihrem Vater nie erhalten hat. Ihre weiblichen Reize setzt sie entsprechend wirkungsvoll ein. Sie wählt ihren Partner aus nach seinem Besitz und Status. Fragt sich, ob die Liebe dann auch im Spiel ist. 

Der 5er Mann ist in seinen Gedanken stets bei seinen Geschäften und dem Geld. Er will die Welt mit seinen Höchstleistungen beeindrucken. Die Anerkennung des Vaters hat er kaum erhalten. Lange Zeit musste der 5er etwas tun, um vom Vater endlich Bestätigung und Komplimente zu erhalten. Der 5er Mann ist grosszügig, wenn er das Gleiche vom Gegenüber erfährt. Über seine Geschenke will er wahrgenommen werden und unvergesslich bleiben. Er kommt aber immer wieder in die Opferrolle von Machenschaften unter Geschäftspartnern und gerät in finanzielle Bedrängnis. 

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.

 
 
 

Kurzer Auszug der Lebensthematik

6er Typus

 

Der Workoholic | Beziehungslose | im Dienste sein

Die Daseinsberechtigung des 6er Typus - so wie er es selbst definiert - ist die Leistung, Arbeit, den Nutzen bringen. Der 6er muss sich immer nützlich machen, es ist um ihn herum auch immer Arbeit zu finden. Er hat sich in einer früheren Inkarnation den Mund verbrannt, indem er die Liebe und die Menschen weg-gewünscht hat. Nun steht er selbst alleine da. Der 6er ist deshalb innerlich beziehungslos, da er sich über das Gebrauchtwerden anstatt über die Liebe definiert. Der 6er spürt seine Mitmenschen kaum, da er keinen Beziehungspunkt hat - er trägt alle Verspannungen zum Gegenüber in sich. Oft strahlt der 6er eine Mühsamkeit aus, es herrscht um ihn herum auch Unruhe, Übereifer und wenig Genussreiches. Sein Motto: Zuerst die Arbeit, die Arbeit, die Arbeit und dann irgendwann das Vergnügen, das er sich kaum gönnt. Das Beziehungsleben eines 6ers ist kein einfaches, er endet immer wieder allein, oder mit einem anderen 6er Typus zusammen. Der 6er muss lernen, das was er macht, liebevoll zu machen und nicht als notwendiges Übel zu sehen. 

Er ist ein guter Lehrmeister, der gnadenlos mit dem Rotstift seine Kritik beim Gegenüber ausübt. Alles muss sich lohnen und einen Ertrag bringen. Er fühlt sich dauernd zu Höchstleistungen herausgefordert, die Kapitulation wird nicht akzeptiert. In einem früheren Leben musste der 6er "überleben", er konnte sich intellektuell nicht weiterbilden. Das Geistige wurde vernachlässigt. Heute hat der 6er die Tendenz zu einem eher "schwerfälligen" Denken. Die Leichtigkeit im Leben fehlt.

Da der Platz des 6ers in der Mitte des Pentagrams ist, hat er jedoch die Begabung eines Mediators, aus der Mitte heraus zu schlichten. Ein 6er schaut gut zu seinen "Schäfchen", er will immer helfen und hat wenig Vertrauen in das Schicksal des anderen Menschen. Ich "muss" anstatt ich "kann" ist sein Motto. Wahrer Luxus ist, die Wahl zu haben - man kann, aber muss nicht.

Betrachte dich selbst im Spiegel - fühle dich in andere ein und denke darüber nach, was eine Beziehung bedeutet. Leiste Karikatives ohne eine Erwartungshaltung. Alles lohnt sich im Leben.

Das 6er Kind bedeutet für die Eltern, dass die Existenzabsicherung, Beruf und Geld grosse Thematiken sind. Das unruhige 6er Kind fordert Aktivität der Eltern. Es wird unentwegt gearbeitet, man hat oder kann nie genug Geld haben. Die Mutter ist mit dem 6er Kind überwältigt - das 6er Kind fordert die Eltern auf jeder Ebene heraus, es bringt Unruhe in die Familie. 

Die 6er Frau hat immer das Gefühl, sie müsse alles alleine machen. Schon als Kind erfährt sie durch die Mutter, dass die Frauen den Haushalt machen müssen und die Gleichberechtigung ein Wunschdenken bleibt. Die 6er Frau treibt ihren Mann zur erhöhten Leistung an, ob er jetzt schon nach einer Lohnerhöhung beim Chef gefragt hätte. Über dieses Leistungsdenken vernachlässigt die 6er Frau ihre eigene Intuition und unterdrückt ihre Weiblichkeit. Eine 6er Frau muss lernen, ihren Partner zu spüren - sie hat durch ihre Mutter die Erfahrung gemacht, dass das Gefühl nichts zählt und es reicht, den Mann mit körperlichen Reizen zu bedienen. Das Feingefühl für die Kommunikation in der Beziehung soll entdeckt und kultiviert werden.

Der 6er Mann sucht eigentlich die Unterstützung seines männlichen Teils durch die bewusste Begleitung der Frau. Der 6er Mann hat als Kind erfahren, dass er von der Mutter im Stich gelassen wurde, so projeziert er diese nicht-erfüllte Dynamik auf seine Partnerin. Er steht ständig unter Druck. Der 6er Mann geht Streitigkeiten aus dem Weg, da er vermeiden will, sich rechtfertigen zu müssen. Er ist sich aus der Vergangenheit gewohnt, dass er mit seinen Argumenten (seinem Geistigen) weder gehört noch verstanden wurde. In einer Beziehung mit einem anderen 6er Typus wird der 6er Mann höchstwahrscheinlich eher verstummen; sie übernimmt dann die Führung in der Partnerschaft.

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.

 
 
 
 

Kurzer Auszug der Lebensthematik

7er Typus

 

Der Lehrer | bester Freund | Hochwohlgeborene

Der 7er Typus hat alle Ebenen zwischen Wohlstand und Armut in seiner Vergangenheit erlebt. Er kann sich deshalb in jede Lebenssituation sehr gut einfühlen und anpassen. Die Lebensaufgabe des 7ers ist die Lebensqualität seines Umfelds zu kultivieren und stets zu optimieren. Er ist der geborene Lehrer, der sein umfassendes Wissen aus seinem breiten Spektrum an Erfahrungen verkündet. Das Dilemma des 7ers ist die Vernachlässigung seiner eigenen Persönlichkeit. Er ist stets im Aussen am Wirken, ignoriert aber seine eigenen Bedürfnisse - er kommt oft zu kurz, gerade weil er der beste Freund ist, der immer zur Stelle ist und sich für andere aufopfert. Er gibt sich nach aussen strahlend, gesellig und unternehmungslustig, verbirgt aber, wenn er die innere Misere durchmacht. Er hat die Tiefgründigkeit sowie die Oberflächlichkeit, die er lebt.

Der 7er hat den "Ruin" in seinem System gespeichert. Er will wieder zu Wohlstand kommen, muss aber erst den "inneren" Wohlstand und Wert wieder erkennen. So bewegt sich der 7er immer wieder zwischen Sein und Schein. Oft fühlt sich er 7er in seiner Familie fremd, da er die Ablehnung seiner Familie in früheren Leben erfahren musste. Da liegt der grosse Schmerz. Die Arbeit und die Existenz wurde dem 7er genommen. Heute haben viele 7er Angst vor Verlust, Schmerz, Krankheit, "dass ihnen die Luft ausgeht" (Herz-/Lungenprobleme). Die grösste Angst des 7ers ist der Verlust seiner Freiheit und Leichtigkeit, das bringt ihn in den grössten Zwang. Der 7er wird in seinem Leben immer wieder getestet, ob der das, was er in Theorie verkündet, auch wirklich in die Praxis umsetzt. 

Wo eine 7 ist, ist es speziell, wird gefeiert. Da ist Kultur, Ästhetik und Lebensfreude. 

Der erwachte 7er wird seine inneren Werte erkennen und durch seine eigene Denkweise und Lösungen sich in den Dienst der Menschheit stellen.

Lerne, dir den Freiraum zu nehmen, nicht erst wenn du krank bist. Schaue auf deine eigenen Bedürfnisse. Dein Motto: Die Freiheit nehm’ ich mir.

Das 7er Kind repräsentiert für die Familie, dass der gewohnte Lebensstil überdacht werden muss. Die Eltern träumen von einem Leben in Freiheit, Luxus und Leichtigkeit. Die Realität ist oft entgegengesetzt. Das 7er Kind fühlt sich fremd in der Familie und findet wenig geistige Nahrung. Das 7er Kind hat die Gabe zum Überlebenskünstler, weil es von der Familie nicht gefördert wird. Meist erfährt der 7er mit 42 und/oder 49 Jahren wesentliche Einsichten und Veränderungen, die sein Leben nachhaltig prägen.

Die 7er Frau hat oft einen Mann, weil sie ihn braucht und auf die äusseren Werte zählt. Im Gegenzug wird sie dann oft vom Mann ausgenutzt - es wird dann eine lieblose Geschichte. Die 7er Frau hat oft einen Partner, der ein Doppelleben führt, von dem sie nichts weiss. Der 7er tendiert in einer Illusion zu leben, sich der Realität nicht immer wirklich zu stellen.

Kommt ein 7er Mann in die Familie, zeigt das, dass die Mutter von der Leistungskraft des Männlichen enttäuscht ist. Der Zwang des 7er Mannes ist es daher, die Frau nicht zu enttäuschen. Der 7er Mann leidet oft unter den Entscheidungen der Partnerin, er fügt sich. Er wird auch von der Frau gewählt. Die äussere Realität der Ehe zeigt sich als ideal, doch im zwischenmenschlich-Intimen sieht es oft anders aus. Seine seelischen Bedürfnisse bleiben oft auf der Strecke. 

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.

 
 
 

Kurzer Auszug der Lebensthematik

8er Typus

 

Der Aristokrat | Diva

Der 8er Typus hat eine aristokratische Vergangenheit, er ist sich das Bessere gewohnt und erwartet meist, dass ihm zugedient wird. Der 8er Typus kann im Aussen arrogant wirken, weil er im Innern ein Problem mit Geld und seinem Intellekt hat. Der 8er hat immer das Gefühl, er wisse noch nicht genug, er sei der Welt intellektuell unterlegen. Der 8er absolviert zahlreiche Ausbildungen (je nach Entwicklungsstufe). Er steht oft zwischen Wahrheit und Unwahrheit, weil das Bedürfnis nach Harmonie gross ist. Ehrlichkeit, Vertrauen und Selbst-ACHT-ung sind seine Hauptthemen. Meist wird die sich schön geredete Idylle durch einen Schicksalsschlag zerstört; dann muss der 8er hinschauen, weil sich die ignorierte Wahrheit materialisiert.

Der 8er fühlt sich vom "Männlichen" und der "Obrigkeit" zu einem bestimmten Tun gezwungen; es macht ihn machtlos. Er ergibt sich, weil er die Ausgrenzung scheut. Der 8er ist oft den Machenschaften des Mannes unterworfen. Der 8er muss lernen, Konflikte und Auseinandersetzungen auszutragen. Er sucht die Liebe und hat ein grosses Harmonie-Bedürfnis, endet aber oft in der "falschen" Liebe, weil er die Lebens- und Existenzängste so vermeiden will. Der Partner wird dann gebraucht und nicht geliebt. Das Miteinander in der Familie findet eher auf der Ebene von Streitigkeiten statt, man liebt sich nicht, doch Streiten ist auch eine Art des Miteinanders. 

Die Selbstliebe, Selbsttreue, Wertschätzung gegenüber sich selbst und anderen sowie die Beziehung zum eigenen Körper sind ebenfalls grosse Themen. 

Ich bin gewollt und geliebt.

Das 8er Kind ist meist in Produkt eines sexuellen Abenteuers in der Partnerschaft der Eltern, der Vater hat mehr Interesse am Sex als an der Liebe. Oft kann es auch sein, dass die Mutter den Partner über die Schwangerschaft an sich binden wollte, um die Liebe zu kitten. Liebe, oder die fehlende Liebe (Berührung und Nähe), ist ein grosses Thema in der Partnerschaft. Der Vater hat sich dem 8er Kind in der Schwangerschaft nicht gewidmet, die Mutter musste den Weg mit dem Kind alleine gehen. Das 8er Kind sucht das ganze Leben die Akzeptanz, die Be-ACHT-ung und Liebe des Vaters. Das 8er Kind nimmt die Traurigkeit und das Leiden der Mutter stark auf und hat dauernd die Verantwortung, die Mutter glücklich machen zu müssen. Das 8er Kind fühlt sich schuldig am Unglücklichsein der Mutter. 

Die 8er Frau ist eine weibliche Frau und spielt mit ihren Reizen. Denn über Ihr Körperliches, Schönheit drückt hat sie ihr "Instrument" gefunden. Sie kann eine Diva-artige Verhaltensweise annehmen, weil sie gewohnt ist, dass sie im Schönen und Reichen Land bedient werden soll. Der Liebe traut man aber nicht. So sichert sich die Frau ihren Gefährten, der ihr den gehobenen Standard bieten kann. Die 8er Frau kompensiert das Misstrauen der Liebe, in dem sie oft in Pflegeberufen anzutreffen ist. Dort sind die Patienten "die Schwachen", die sie pflegen kann und muss sich keiner intellektuellen Herausforderung stellen. 

Meist hat der 8er Mann mit seinem Vater Probleme, weil er vom Vater nicht wirklich angenommen ist. So wird der 8er Sohn oft das Lieblingskind der Mutter, weil sie die fehlende Vaterliebe registriert und einen Ausgleich schaffen will. Der 8er Mann hat oft ein Problem mit der Obrigkeit.

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.

 
 
 

Kurzer Auzsug der Lebensthematik

9er Typus

 

Der Wissenshungrige | Ungeduldige | Oberflächliche | Berater

 

Der 9er hört das, was er hören will. Durch seine selektive Wahrnehmung ist er dauernd in der Abwehrhaltung. Einerseits will er der Erste und Einzige sein, keinesfalls zur Masse gehören, anderseits fürchtet er die zwischenmenschliche Ignoranz - es ist ein stetiges Wechselbad. Der 9er setzt sich für eine Sache ein, wenn er für sein Tun etwas bekommt, es muss sich für ihn lohnen und einen wahren Nutzen bringen. Die Berechnung ist ihm eigen. Der 9er sucht das Neue und die Unterhaltung. Er liebt es, über sich und seine brillanten Taten zu sprechen. Er ist der grosse Initiator, der Visionär und Erneuerer, hat unglaublich viele neuartige Ideen. Oft ist es aber so, dass er diese nicht wirklich umsetzt, da ihm meist das Durchhaltevermögen fehlt; er geht dann einfach weiter zum nächsten Projekt oder Job (je nach Entwicklungsstufe zeigt sich das in seinem Verhalten). So liebt er den schnellen und einfachen Erfolg. Er will hoch hinaus (9er sind auch oft gross gewachsene Menschen). Mit seinem enormen Wissensdurst ist er in ständiger Unruhe. Geduld und Ausdauer gehören nicht zu seinen Stärken. Sein Motto: "Was gibt es Neues?" So bleibt er meist nur an der Oberfläche, pickt sich die Rosinen aus dem Kuchen. Er hat viele oberflächliche Kontakte "Who is Who", die ihm das Gefühl von seiner eigenen Wichtigkeit vermitteln. 

Er liebt die Jagd und nicht die Beute. Der 9er ist deshalb in der Liebe meist beziehungslos. Er nimmt die Liebe nicht wahr, weil er nicht hinhört und eher seine eigenen Interessen in den Vordergrund stellt. Er scheut den Aufwand und Konflikt - gibt es Krach, verzieht er sich und kehrt erst wieder zurück, wenn die Luft rein ist - wie wenn nichts geschehen wäre. Erst wenn sich der bewusste 9er in der Beziehung wirklich bemüht und sein Gegenüber reflektiert, liebt er. 

Der 9er ist einmal des Raumes verwiesen worden, das System hat ihn abgelehnt (Regierung, Firma etc.). Der 9er hatte dann an einem Ort gelebt, wo man wenig verdienen konnte oder wo das Bewusstsein um das Geld und Materielle nicht vorhanden war. Heute holt der 9er Typus das nach und will immer dort sein, wo das Geld, der Profit und das Neue zu finden sind. Der 9er bringt aus seiner Vergangenheit das innere Gefühl mit, nur über das Materielle gelten zu können. Die Zeit der "Wahrheit" kommt für den 9er im Alter von 40. Das 44. Lebensjahr ist das stärkste Jahr, in dem er die Bilanz seines Lebens ziehen muss. Ein bewusster 9er kann durch mutige Entscheidungen grosse Veränderungen bewirken und somit viele Menschen in ihrem Geist stimulieren. Der 9er bringt Bewegung in das Leben seiner Mitmenschen.

Lerne, alles zu hören und aufzunehmen - das GANZE anzunehmen - In der Ruhe und in der gedanklichen Stille wird der 9er seine innere Stimme hören.

Das 9er Kind in der Familie zeigt, dass die Eltern sich gegenseitig nicht zuhören, ja sogar ignorieren. Missverständnisse und falsche Annahmen sind an der Tagesordnung, die die Beziehung belasten. Auch klärende Gespräche finden nicht statt. Wahrer geistiger Austausch und zwischenmenschliches Reflektieren findet nicht statt. Der Vater ist ein innerer Nein-Sager, die Mutter dominant. Das 9er Kind spürt die Anspannung zwischen den Eltern; es weicht diesem Gefühl aus, indem es "zumacht" oder spielen geht, damit das 9er Kind es nicht ertragen muss. Wenn Menschen sich nicht mehr verstehen, sprechen sie auch nicht mehr miteinander. 

Die 9er Frau will selbst entdecken, damit sie sich vom Mann nicht abhängig macht, sondern für sich selbst verantwortlich ist. Dem Männlichen traut sie nicht, weil sie in einem früheren Leben die grosse Enttäuschung mit Männern und deren Schwäche erlebt hat. Sie hat heute oft das Gefühl, sie müsse die gleiche Leistung erbringen, wie die Männer. Sie misst sich geradezu mit dem Männlichen, das macht sie jedoch nicht freier gegenüber den Männern und schon gar nicht attraktiver. Die 9er Frau ist beruflich eine erfolgreiche Frau, sie verfolgt ihren Weg in ihrem Interesse. Sie hat den Drang, sich mit zahlreichen Diplomen und Leistungen in der Gesellschaft zu profilieren, als müsse sie einen Beweis liefern. 

Der 9er Mann hat in seiner Kindheit oft zu wenig Platz und zu wenig persönlichen Raum erhalten. Er konnte seine Buben-Träume nie richtig leben. Er holt das als Erwachsener nach, oder realisiert seine unerfüllten Träume mit seinem eigenen Sohn. Der 9er Mann hat oft eine dominante Partnerin, die Kontrolle über ihn ausübt, Frauen, die ihre innere Stärke noch nicht entdeckt haben. Das Liebesspiel dient der Problemlösung. Der 9er Mann lebt oft eine lange Zeit in einer für ihn unglücklichen Partnerschaft, der er ausweicht, indem er sich den Kindern oder seinem Hobby widmet. 

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.

 
 

kurzer auszug der lebensthematik

10er Typus

 

Der Machthaber | Manipulator | Chaos | Visionär

Der 10er repräsentiert das Männliche Prinzip, die Macht, das Revolutionäre, die Wandlung. Der 10er verfügte einst über grossen Reichtum und Macht. Er hat seine Macht missbraucht, wurde selbst entmachtet und hat alles verloren. Die 10 ist Alles oder Nichts. So hat er viele Krisen durchlebt, immer wieder vom Gewinn zum Verlust - die Ohn-Macht liegt im Nacken. Der 10er hat das natürliches Vertrauen in die Menschen verloren, da er selbst von der Verwandtschaft "umgebracht" oder hinters Licht geführt wurde. Der 10er hatte immer versucht, die Katastrophe zu vermeiden, und sie ist dann trotzdem gekommen. Der 10er fühlt sich dauernd überfordert und zu Höchstleistungen angetrieben, die eigene Schwäche darf man sich nicht anmerken lassen. Schwäche ist eine Einstellung, aber keine Realität.

Der 10er ist Krisen-erprobt sozusagen "bullet-proof". Er ist der Spezialist für Katastrophen-Hilfe und kann mit allen Situationen umgehen. Wo er ist, ist ein Chaos oder eine Krise zu lösen, oder etwas Neues auf die Beine zu stellen. Das ist sein Lebensthema. In Notlagen übernimmt der 10er das Denken und Führen für die anderen, er bringt die Familie ausser Gefahr. Der 10er verfügt über ein einzigartiges Denken; er ist oft in Beratungs- und Therapie-Berufen anzutreffen. In der Firma leistet der 10er Pionierarbeit, bringt den Turnaround - ist die Krise vorbei, muss der 10er das Feld räumen, es bleibt ihm verwehrt, weiterhin dabei zu sein, man entlässt ihn. So gesehen, wird er immer wieder entmachtet. 

Der 10er kann dominant und herablassend sein - sein Schmerz sitzt auf der Reaktion. Der 10er sagt nie ganz alles, weil er einmal die Erfahrung vom totalen Verlust erlitt. So will er heute immer auf Nummer sicher gehen und hält das As in der Tasche. 

In der Familie muss der 10er heute mit seinen Geschwistern meist ein Kampf um das Erbe führen, der 10er wird oft um das Erbe geprellt. Weil er damals die Macht über das Materielle hatte und diese missbrauchte, muss er heute in diesem Bereich unten durch. 

Der 10er hat immer das Gefühl, nicht richtig geistig verstanden zu werden. Seine Handlungen unterstützt er oft mit zahlreichen Erklärungen und Eventualitäten. Der 10er ist überzeugt, dass nur er richtig denkt und die "Sache im Griff hat", ergo "die anderen denken nicht". Er kann sich selten entspannen und hat immer das Gefühl, er müsse alle Entscheidungen auch noch für die anderen treffen. 

Wahre Macht braucht keine Demonstration. Der unbewusste 10er befiehlt, der bewusste 10er kommuniziert aus dem Herzen heraus.

Das 10er Kind ist aus einer Krisensituation oder Chaos zwischen dem Elternpaar entstanden. Das 10er Kind zwingt die Eltern, sich mit ihren Schwächen auseinanderzusetzen und die gegenseitige Abhängigkeit zu reflektieren. Die Eltern sind herausgefordert, offen und ohne jede Manipulation miteinander umzugehen und zu kommunizieren. Ein 10er Kind kann auch der Grund für das Weiterbestehen der Beziehung zwischen den Eltern sein - ist ein Kind da, muss das Paar zusammenbleiben. Ist ein 10er Kind in der Familie, muss sich die Familie mit der Schwäche eines männlichen Familienmitgliedes (Vater, Bruder) auseinandersetzen. Das 10er Kind muss in schlechten Zeiten das starke Mitglied in der Familie sein. 

Die 10er Frau unterstützt ihren Partner gegen aussen für die Anerkennung und den Status der Familie in der Gesellschaft. Die 10er Frau will über die Kontrolle und die Bestimmung verfügen, doch das stärkt lediglich ihre innere Unruhe und Besorgnis, die Situation nicht in den Griff bekommen zu können. Die 10er Frau hat den inneren Drang, für den Mann immer das heisse Eisen aus dem Feuer holen zu müssen, weil sie seit Kindheit mit der Schwäche des Männlichen konfrontiert ist. Die 10er Frau will immer die Beste sein in jedem Bereich ihres Lebens; das Lob für ihren Einsatz bleibt oft aus. Sie ist sich nicht gewohnt, dass sich jemand ihrer, dem Weiblichen, annimmt und ihr die Aufmerksamkeit für ihre Themen gibt. Erfährt sie das in der Freundschaft zu Menschen in ihrem Umfeld, kann eine innere Heilung stattfinden. 

Der 10er Mann lässt sich nicht in die Karten blicken. Er ist eher ein Einzelgänger und trifft Entscheidungen alleine. Der 10er Mann erwartet von seiner Partnerin, dass sie stark und selbständig ist. Sobald er zuhause ist, übernimmt er das Zepter. Er verteilt die Rollen in der Partnerschaft - er will in Ruhe gelassen werden. Der 10er Mann ist geprägt von der Erwartungshaltung seines Vaters, MANN darf keine Schwäche zeigen. Innerlich verspürt er eine dauernde Unruhe durch das Gefühl, sichtbare Veränderungen für sein Umfeld erbringen zu müssen. 

Dies ist ein Auszug aus der Typus-Beschreibung.